Mehr über... Unser Wesen, unsere Einzigartigkeit und den Freien Willen

Es sind die kostbarsten Geschenke, die wir für dieses Leben bekommen haben.

Unsere Seele, unsere grössere Bewusstseinsebene in einer Dimension ausserhalb von Raum und Zeit, ist mit uns Menschen über den Kanal unserer Intuition, über die Stimme unseres Herzens und unseres Wesens verbunden. Unsere Seele hat uns in dieses Leben geschickt mit einem Auftrag und einer persönlichen Bestimmung und uns dafür ausgestattet mit Sehnsüchten, Fähigkeiten und persönlichen Merkmalen, damit wir dieses Geschenk nutzen und die mitgebrachten Wesenskräfte in die Welt fliessen lassen und uns so selbst erkennen und erfahren können. Wir erkennen uns als schöpferisches Wesen und wachsen an Erkenntnis und Energie und können mehr werden als wir je waren.

Die Aufgabe für uns Menschen besteht also darin, herauszufinden, was unser Wesen, unsere Einzigartigkeit ist, und wohin diese Kräfte uns ziehen, oder anders ausgedrückt: was ist unsere Bestimmung und wie finden wir dorthin? Aber wir leben dieses Leben nicht nur für uns selbst. Nichts in der Natur ist ohne Bedeutung, alles ist relevant. Alle Kräfte beeinflussen einander und schaffen ein grosses Gleichgewicht. Auch jeder Mensch ist relevant in der Welt durch seine Einzigartigkeit, und ein Teil seiner Bestimmung besteht auch darin, seine Bedeutung für andere Menschen und die Welt zu erkennen.

Das Geschenk des freien Willens macht uns zum Mitschöpfer und ermöglicht uns, innerhalb unserer Bestimmung ein beliebiges Leben zu leben. Unser gesamtes Sein, unser Körper, unsere Gedanken und Gefühle, alles ist von göttlicher Energie durchdrungen. Wir können nur innerhalb dessen existieren, denn es ist die einzige Energie, die es gibt. Wir können Energie mit unserem freien Willen lenken aber nicht in uns selbst erzeugen. Wir können über sie verfügen, sie beliebig ausrichten und formen über unsere Gedanken, Gefühle, Phantasien, Handlungen und damit unser Leben frei gestalten. Über das was wir gestalten, erkennen wir uns selbst, unser Wesen.

Andere Bewusstseinsformen, zum Beispiel Tiere, haben keine Selbstreflexion und keinen freien Willen, sie sind sich auch dessen nicht bewusst. Was sie wahrnehmen, wird über den Instinkt zu einer automatischen Reaktion umgewandelt: entweder um zu überleben oder um zu lernen oder um sich fortzupflanzen. Beim Menschen ist das nicht so. Der Mensch, als bewusstes Wesen hat die Fähigkeit wahrzunehmen, und das was er wahrnimmt, beliebig zu nutzen. Er kann sich darüber ereifern, er kann es gelassen nehmen, er kann es in eine fruchtbare Information umwandeln, er kann es völlig ausblenden und seine Wahrnehmung wo ganz anders hinrichten, darauf reagieren oder auch nicht. Das ist der freie Wille. Der Mensch ist selbstbewusst und frei.

Aber um diese Freiheit nutzen zu können, braucht es die Bereitschaft, Selbstverantwortung zu übernehmen. Und das ist für viele Menschen schwierig und nicht attraktiv, weil sie für sich und das was sie tun, einstehen müssen. Es ist so viel leichter, sich anzupassen und andere zu beschuldigen. Selbsterkenntnis beginnt mit der Erkenntnis, dass alles was sich ergibt, auch das weniger Günstige, in irgendeiner Form mit uns zu tun haben muss, dass alles was im Leben auftaucht eine Resonanz ist zu dem, was wir ausgeschickt haben. Statt Schuldige zu suchen sollte man sich fragen: „was an mir entspricht dem, was ich erlebe?“, denn der Mensch ist der Schöpfer seines Lebens.

Aus Sicht der Wesenspsychologie ist deshalb das kostbarste Gut, was wir von unserer Seele für dieses Leben erhalten haben, unsere Einzigartigkeit, unser freie Wille und die Freiheit, unsere Wahrnehmung beliebig auszurichten und unsere Gefühle daran zu knüpfen.
In uns allen ist der Wunsch vorhanden, uns zu entfalten, uns in die Welt einzubringen, zu lernen, zu erfahren, zu erschaffen und damit eine eigene Spur zu hinterlassen.

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